VPKV e. V.
Verein zur Förderung der Methode Puppenspiel
in der Kriminal- und Verkehrsprävention (VPKV)

Die Workshops

 

Die Teilnehmer*innen des WS 1 und 2 haben das Glück an beiden Workshops teilnehmen zu können, da am zweiten Tag komplett getauscht wird.

 

WS 1 "Der Mensch als Spiegel (s)einer Puppe" mit Annelie Büter

Auch Puppen müssen einen Charakter haben und Gefühle zeigen können damit die Rolle der Figur (in ihrer Eigenart) für das Publikum klar wird. Es wird immer eine Figur im Hochstatus geben, während sich die andere im Tiefstatus unterordnet. Um dieses Machtgefälle auch im Puppenspiel deutlich zu machen, bedient sich das Improvisationstheater einer einfachen Formel: Vom Menschen zum Puppentheater! Wer eine Puppe führen will muss lernen, seine eigenen Gefühle, bzw. die für bestimmte Gefühlszustände typischen Emotionen, die Körpersprache, Mimik und Gestik auf die Figur zu übertragen. Nur wenn das Spiel klare Bilder liefert, kann das Publikum die Handlung erfassen und mit eigenen Erfahrungen abgleichen. Das Wechselspiel zwischen Aktion und Reaktion muss ebenso eindeutige Bilder liefern, wie der Status, der eindeutige Umgang mit der Sprache, der Stimme, der Sprechweise und wie das Spiel mit Nähe und Distanz.

 

WS 2 "Bau einer Handpuppe" mit Wolfgang Buresch und Peter Räcker

Eine neue Figur für die Spielleiste muss nicht immer sehr teuer sein. Nicht jedem aber ist der Umgang mit Stoff, Papier, Klebstoff, Wolle und anderen Materialien in die Wiege gelegt worden. Viele Männer tun sich mit ihren "grobmotorischen Händen" schwer filigrane Kunstwerke zu erschaffen und würden sich allein nicht an den Bau einer eigenen Puppe heran wagen. Die erfahrenen Workshopleiter wetten, dass auch Polizistinnen/Polizisten unter fachkundiger Anleitung in nur einem Tag eine Handpuppe bauen können. Der Vorstand hat diese Wette gern angenommen und insgeheim wirklich gar keine Sorge, dass auch nur einer der WS-Teilnehmer*innen unzufrieden nach Hause fahren wird. Ohne eine selbstgebastelte Handpuppe wird niemand nach Hause fahren. Was uns da so sicher macht? Es sind einfach die sehr guten Erfahrungen die wir in Reutlingen gemacht haben als dieses Expertenduo den Workshop "Bau einer Klappmaulfigur" geleitet hat. Das war wirklich erstklassige Arbeit!

 

WS 3 "Atem-, Stimm- und Sprecherziehung" mit Thomas Siessegger

"Warum soll ich nicht mit der Kopfstimme sprechen?" "Wieso kann man auch falsch atmen?" Auf diese und viele weitere Fragen weiß unserer Referent nicht nur eine Antwort, er kann durch praktische Übungen auch "Fehler" beheben. In diesem WS geht es nicht um die Behandlung logopädischer Störungsbilder, sondern um das Wirkungsmittel Stimme, welchem beim Puppenspiel eine hohe Bedeutung zukommt. Atmung und Stimme müssen auch hier als funktionelle Einheit gesehen werden, da die Stimme immer im Zusammenspiel mit der Atmung einhergeht. Auch die Körperhaltung (stehen, sitzen) wirkt sich auf die Stimme aus. Die Teilnehmer*innen lernen wie sie "ermüdungsfrei" sprechen, die Stimme weittragend auch ohne Überreizung verändern können und wie ein Mann (eine Frau) auch eine weibliche (männliche) Figur sprechen lassen kann. Bei seiner Ausbildung als Tenor gehörte auch das Thema "Stimme und Atmung" zu seiner professionellen Gesangsausbildung. Insofern ist er genau die richtige Besetzung für diesen wichtigen Workshop.