VPKV e. V.
Verein zur Förderung der Methode Puppenspiel
in der Kriminal- und Verkehrsprävention (VPKV)

Aktuelles


Teilnahme am 24. Deutschen Präventionstag erfolgreich beendet
- Ein Bericht von Hans-Peter Firniß -

Der VPKV e.V. war inzwischen das neunte Mal auf einem DPT vertreten. In diesem Jahr waren wir in Berlin

  

(Bild VPKV: unser INFO-Stand Nr. 1114 im Estrel Congress Center Berlin)

An der zweitägigen Standbetreuung haben teilgenommen: Thomas Mäster (Technischer Leiter im VPKV stellv. Repräsentant des VPKV für Niedersachsen), Hans-Peter Firniß (Repräsentant des VPKV in Schleswig-Holstein), die beiden Puppenspieler der Puppenbühne Berlin, Astrid Wickert (Repräsentantin des VPKV in Berlin), Christian Lüthcke (stellv. Repräsentant des VPKV in Berlin) und sporadisch Annelie Büter (Künstlerische Leiterin des VPKV).

Thomas Mäster im Gespräch, Annelie Büter und Ingo Wolff im Hintergrund

Das Duo der Berliner Puppenbühne


Unser Eckstand war so gelegen, dass sich die Wege zu einer T-Kreuzung vereinigten. Teilnehmer und Besucher des DPT konnten uns von drei Seiten her sehen. Außer verschiedenen Handpuppen als Eyecatcher hatten wir einen Aufsteller mit einer Landkarte, auf welcher die Standorte der einzelnen Polizeipuppenbühnen mit roten Punkten markiert waren, aufgestellt. Hier informierten sich viele Gesprächspartner gleich, ob es in ihrer Wohnortnähe auch eine Polizeipuppenbühne gibt. Besonders die Standbetreuer Puppenbühne Berlin angesprochen und nach Spielarten und –zeiten.

 

Die Mitglieder der Puppenbühne Berlin in Gesprächen mit Kollegen und Besuchern


Eine endlos laufende Power-Point-Präsentation (über die Polizeipuppenbühnen in Berlin den VPKV e.V.) sorgte zusätzlich für Interesse, so war der Zulauf von Besuchern am VPKV-Stand fast durchgängig sehr gut. Von vielen Standaufstellern wurden wir herzlichst begrüßt und eindringlich ersucht im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.


Unsere Präsenz vor Ort wird begrüßt, da wir einen wichtigen Beitrag in der Prävention leisten. In den Gesprächen am Stand konnten wir mit an der Methode des pädagogischen Puppenspiels interessierten Besuchern, Erstkontakte für mögliche Kooperationen knüpfen, die vielversprechend und ausbaufähig klingen.


Die Berliner hatten sehr interessierte Kollegen, welche nicht abgeneigt sind, auch mal eine Puppe für ihre Präventionstätigkeit zur Hand zu nehmen. Da traf es sich doch gut, dass ein Kollege aus Brandenburg, der in der Polizeischule Oranienburg für die Fortbildungsmaßnahmen verantwortlich ist, das Gespräch mit Astrid suchte. Er möchte einen Workshop Puppenspiel anbieten, für Berliner und auch Brandenburger Kollegen, vielleicht sogar für Kollegen aus anderen Ländern. Dazu hätte er gerne die Unterstützung von Astrid. Inhaltlich soll es um Stimme gehen, Vita der Puppen oder Einsatzmittel, Arten von Bühnen oder Spielarten. Aber auch Sprache, Inhalt, Zeitansatz und Ausdruck wären möglich. Astrid würde sich freuen die Brandenburger dahingehend zu unterstützen und damit auch den Berlinern die Gelegenheit zu geben in unmittelbarer Nähe an einer 2 tägigen Fortbildung teilnehmen zu können.


Als Verein konnten wir einen Nutzen aus unserer Teilnahme am DPT ziehen. Etliche Standbesucher kannten uns bis dato noch nicht und waren sehr von den Aktivitäten des VPKV angetan. Wir konnten somit unser Satzungsziel „Förderung der Methode?.“ voll erfüllen.


Wenn eine der Polizeipuppenbühnen vor Ort mitmacht, könnten wir auf dem 25. DPT in Kassel (vom 27.04. bis 28.04.2020) weiter dafür sorgen, dass die Vorteile der Methode Puppenspiel in der Prävention bekannt werden.

 

 

Das 27. Symposium des VPKV ist erfolgreich zu Ende gegangen!

Wie schon im Jahr 2017, veranstaltete der VPKV am 09.05.2019 wieder für vier Tage in Mülheim an der Ruhr, sein alljährliches Symposium. Die Tagungsörtlichkeit „Die Wolfsburg“ überzeugte auch dieses Mal mit ihrem herausragenden Service, tollem Essen und gemütlichen Zimmern und Tagungsräumen.

 

 

Die angebotenen Workshops waren sehr gut besucht. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Dozenten der drei Workshops:

Die erfahrenen Puppenspieler Annelie Büter (Wilhelmshaven) und Michael Kressin (NRW) -Workshop 1-, brachten den Teilnehmern die Grundlagen des Puppenspiels näher. Die Handhabung der verschiedenen Puppentypen, Blickführung und Stimmgebrauch wurden genauso besprochen wie die Erstellung kleiner Spielsequenzen, welcher zur Begeisterung aller den Symposiums Teilnehmern am Abschlußtag vorgespielt wurden.

 

Ute Winkelmann und Gerd Mikol -Workshop 2- sind erfahrene Künstler, Seminarleiter und anerkannte Puppenspieler vom Osnabrücker „Sonswastheater“. In ihrem Workshop tauchten die Teilnehmern in die  Bereiche der Stückerstellung und Regieführung ein. Es wurde der Weg von der Ideenfindung bis zum fertigen Stück erarbeitet. Das Festlegen der Figuren und Begriffe wie Brainwalking, Verhaltenstypisierung, Regieführung, Dramaturgie und Spannungsbogen, sind nur einige Stichworte aus dem komplexen und sehr spannenden Themenbereich.

 

Das Multitalent Heike Scharf war für den Workshop 3 zuständig. Die Diakonin, Dipl. Sozialpädagogin und Theaterpädagogin hat den Schwerpunkt ihrer Arbeit, neben dem Theater und der Clownerie, im  Bereich der Kommunikation / Gesprächsführung sowie der Eigenreflexion und Präsenz. Bei ihr wurden -mit vielen praktischen Übungen- verschiedene Bausteine aus dem Bereich Theater und Kommunikation verknüpft, was ebenfalls bei der Abschlussveranstaltung mit einer sehr beeindruckenden Performance vorgestellt wurde.

Das kommende 28. Symposium wird vom 23.-26.04.2020 in Bad Malente, in der Gustav-Heine-Bildungsstätte geplant.


©05/19 TS


Die VPKV Jahreshauptversammlung 2019 fand am 10.05.2019 in Mülheim an der Ruhr statt.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer Hans-Peter Firniß und einer besonderen Gedenkminute für das verstorbene VPKV Mitglied Rosemarie Firniß, wurden die Tagesordnungspunkte Stück für Stück abgearbeitet.

Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf dem Top Wahlen, da ein Teil des Vorstandes neu gewählt werden musste.

Die 1. Vorsitzende, Frau Prof. Dr. Reinhilde Stöppler, die leider nicht anwesend sein konnte, musste ihr Amt aus Zeitgründen niederlegen. Der Geschäftsführer Hans-Peter Firniß, sowie der Schriftführer Michael Kressin, legten ihre Ämter nach langjähriger Schaffenszeit nieder und wurden unter großer Teilnahme und Standing Ovations aus ihren Ämtern entlassen.

 

Anschließend wurde Kerstin Hassel (NRW) zur neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Detlef Kaminsky (Sachsen) und Susanne Lantz (Rheinland-Pfalz) wurden die neuen Geschäftsführer des VPKV  und Thomas Stein (NRW) wurde das Amt des Schriftführers übertragen.

  vlnr: Detlef Kaminsky, Susanne Lanz, Kerstin Hassel, Annelie Büter und Thomas Stein     vlnr: Thomas Mäster und Gregor Maaß

               vlnr: Detlef Kaminsky, Susanne Lanz, Kerstin Hassel, Annelie Büter und Thomas Stein                                                                 vlnr: Thomas Mäster und Gregor Maaß

Die vier „Neuen“ freuen sich auf eine kreative und fruchtbare Zusammenarbeit mit Gregor Maas (NRW) - Schatzmeister, Thomas Mäster (Niedersachen) - Technischer Leiter  und Annelie Büter (Niedersachen) - Künstlerische Leitung.   


©05/19 TS

 

 

Pia Donkel spielt "Nelli auf Abwegen"
Die Puppenbühne der Polizei zu Gast in Birresborn

Ungeduldig stehen die Birresborner Vorschulkinder vor der Tür der Turnhalle des Kindergartens. Eine Mutter hält ihre beiden Kinder im Arm. "Seid ihr auch gespannt?", fragt sie die zwei. Ein klares "Ja" ist die Antwort. Die Aufregung ist groß, denn heute ist die Puppenbühne der Polizei zu Gast. Ihr Publikum: 23 Vorschulkinder der Kindertagesstätte Birresborn mit ihren Erzieherinnen Karina Jung und Maria Hero sowie fünf Vorschulkinder des Kindergartens Densborn mit ihrer Erzieherin Jessika Thewes und Eltern. Die Vorschulkinder werden ab Sommer die Grundschule in Birresborn besuchen. Pia Donkel, Sachbearbeiterin Prävention mit Schwerpunkt Puppenspiel der Polizei Trier, begrüßt Erzieherinnen, Eltern und Kinder mit einem Lied. Als alle einen Platz gefunden haben, läuft sie in den Raum hinein, stürzt sich auf den Boden und weint. Das Stück, das heute Premiere feiert, heißt "Nelli auf Abwegen".

In ihrer Rolle als sechsjährige Nelli hat sie einen "oberdollen Mist" gebaut. Das erzählt sie dem Feenmädchen Viska, das 256 Jahre alt ist und in einem Koffer wohnt. Viska besitzt die einmalige Fähigkeit, zu riechen, wenn jemand traurig ist. Dann wacht sie auf. Und sie hat die Traurigkeit von Nelli gerochen. Neli traut sich nun nicht mehr nach Hause, weil sie Angst hat, dass ihre Mutter "riesensauer" sein könnte. Denn sie hat beim Spielen mit ihrem besten Freund Jakob die Zeit vergessen. Plötzlich fällt ihr ein, dass ihre Mutter mit dem Essen auf sie wartet. Doch ihre Mutter ist nicht mehr zu Hause. Auf der Suche nach ihr, rennt Nelli blindlings über eine viel befahrene Straße. Ein Autofahrer kann gerade noch so bremsen. Auch deshalb hat sie ein schlechtes Gewissen. Nelli hat keine Ahnung, wo ihre Mutter sein könnte. "Vielleicht ist sie einem Regenbogen gefolgt oder auf einem Einhorn ins Reich der Elfen geflogen", meint Viska. Aber das kommt für Nelli nicht in Frage. "Halt, sie macht sich bestimmt Sorgen um dich, ehrlichwahr", fällt Viska ein. Schließlich kommen die beiden Mädchen auf die Idee, die Polizei unter 110 anzurufen, damit sie ihr hilft. Das klappt, Nelli findet ihre Mutter wieder. Und das Feenmädchen Viska? Viska ist müde und zieht sich in ihren Koffer zurück zum Schlafen, bis sie ein anderes Kind weckt, "damit Traurigkeit zurück zu Glück werden kann."

Pia Donkel (38) spielt alle Charaktere selbst, wechselt die Stimmlage und Mimik. Nach dem Stück reflektiert sie gemeinsam mit den Kindern - die Eltern werden nach Hause geschickt - was da schiefgelaufen ist: Nelli hat vergessen, ihrer Mutter Bescheid zu sagen, dass sie mit Jakob zum Spielen geht. Sie hat an der Straße vergessen, erst nach den Autos zu schauen. Und hat vergessen, wie sie Hilfe holen kann. Die Kinder stellen unter Anleitung der Theaterpädagogin die Situationen nach. "Bescheid zu sagen ist auch deshalb so wichtig, weil es vor sexuellen Übergriffen schützen kann", sagt die 38-Jährige, "wenn die Eltern wissen, wo ihre Kinder sind. Denn ein hoher Prozentsatz der Übergriffe spielen sich im sozialen Nahbereich ab."

Die Kinder üben richtiges Verhalten im Straßenverkehr und das Anrufen bei der Polizei. "Das Theaterstück ist Teil unseres Projektes zu Verkehrssicherheit und Erster Hilfe", erzählt Erzieherin Karina Jung, die das Projekt gemeinsam mit ihrer Kollegin Maria Hero leitet. "Wir werden die Übungen in unseren Gruppen auch noch vertiefen", sagt die Erzieherin. Bereits eine Woche zuvor war Verkehrspolizistin Natascha Raab-Sauer bei den Kindern, die mit ihnen das Thema Sicherheit im Straßenverkehr besprochen hat. Nun werden noch vier weitere Termine zum Thema Erste Hilfe mit dem Deutschen Roten Kreuz folgen, um das Projekt abzuschließen. "Den Kindern hat das Theaterstück richtig gut gefallen", resümiert Karina Jung. "Alle waren begeistert."

Wenn ein Kindergarten Interesse an einer Veranstaltung hat, kann er sich unter folgender E-Mail-Adresse anmelden: pptrier.puppenbuehne@polizei.rlp.de

Interview Drei Fragen an Pia Donkel

Wie sind Sie auf die Idee für das Stück gekommen? "Ich habe mir Viska kurz vor Weihnachten ausgedacht. Viska ist isländisch und bedeutet übersetzt 'Weisheit'. Die Puppe hat Maarit Kreuzinger aus Berlin nach meinen Vorstellungen gebaut. Ende Januar kam die Geschichte dazu in meinen Kopf. Im Februar habe ich das Stück geschrieben und geprobt."

Haben Sie vor Publikum geprobt? "Ich habe Texte an Freunde geschickt und auch alte Kontakte vom Theater genutzt. Reinhold Knauf, der zuvor als Polizist mit der Puppenbühne unterwegs war, hat mit mir geprobt und Tipps gegeben. Das hat mir sehr geholfen."

Was zeichnet Ihr Stück aus? "Ich liebe es, offen zu spielen. Vorher war die Bühne ein Guckkasten. Bei meinem Stück steige ich direkt in die Szene ein und spiele alle Charaktere selbst. Das ist wahnsinnig anstrengend und macht zugleich aber auch wahnsinnig viel Spaß. "

Infokasten

Zur Person Pia Donkel (38) ist seit November beim Polizeipräsidium Trier als Sachbearbeiterin Prävention mit Schwerpunkt Puppenspiel beschäftigt. Hier ist sie im Beratungszentrum der Polizei zu finden. Zuvor hat sie am Theater als Tanzdramaturgin, Regieassistentin und Regisseurin gearbeitet und "mehr inszeniert als selbst gespielt", wie sie sagt. Neben der Ausbildung zur Theaterpädagogin hat sie auch eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert. Gemeinsam mit ihrer Tochter (4) wohnt sie in ihrem Heimatort Wincheringen. Das Stück "Nelli auf Abwegen" wird nicht ihr einziges Stück bleiben, "als nächstes arbeite ich an einem Stück für die dritten und vierten Klassen", sagt die 38-Jährige.

Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Trier

Telefon: 0651-9779-0
E-Mail: pptrier.presse@polizei.rlp.de
www.polizei.rlp.de/pp.trier


Besondere Ehrung eines VPKV-Mitglieds

Am Mittwoch, dem 22.08.18, fanden sich um 15:30 Uhr Simone Reck, Katrin Mülberger, Susanne Lantz, Annegret Krauskopf und Guido Asmuth im Großen Saal der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) in Koblenz ein. Man wartete auf den Repräsentanten des VPKV e. V. für Rheinland-Pfalz, welcher ausgerechnet an diesem Tag auf der A 61 im Stau stand. Dabei sollte er doch die Hauptperson einer feierlichen Ehrung sein. Worum es genau ging stand auf einem Hinweis an der Tür zum Saal.

Kurz vor Beginn der um 16:00 Uhr terminierten Verleihung traf Michael Meyer mit Ehefrau Doris ein. In Vertretung der Ministerpräsidentin, Frau Malu Dreyer, würdigte der Präsident der SGD Nord, Herr Dr. Ulrich Kleemann, die Verdienste von unserem Mitglied Michael Meyer. Wie sicher nicht jedem bekannt war, engagierte er sich, neben dem VPKV, auch bei der Pfadfinderschaft, bei der Kirchengemeinde, in der Flüchtlingsarbeit und im Sozialwerk der Bundeswehr im Bereich Stressmanagement. Für seine langjährige soziale ehrenamtliche Arbeit wurde er nun ausgezeichnet.

Dr. Ulrich Kleemann überreicht die Verdienstmedaille und die Urkunde des Landes Rheinland-Pfalz an Michael Meyer.

Im Anschluss ließ es sich Michael Meyer nicht nehmen den Platz am Rednerpult einzunehmen und ausführlich Stellung zu nehmen, sowie sich bei den Anwesenden, vornehmlich seiner Ehefrau, für die Unterstützung zu bedanken.

  

Der Vorstand gratuliert unserem Mitglied sehr herzlich zu dieser ihm teilgewordenen Ehre!

Bilder: VPKV e.V. Wir danken Frau Sandra Hansen-Spurzem (Pressesprecherin der SDG-Nord) für die freundliche Genehmigung das Gruppenfoto verwenden zu dürfen. ©VPKV e.V. 08.2018-MK

 

Fotos und Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Mit freundlicher Genehmigung der RKPN.de - Rechtsanwaltskanzlei Patrick R. Nessler, Kastanienweg 15, 66386 St. Ingbert